Vielen Dank, dass Sie als Testhörer an diesem öffentlichen hydrogenaudio-Hörtest teilnehmen. Bitte lesen Sie die folgende Anleitung zur Durchführung der einzelnen Testsitzungen aufmerksam durch, auch wenn Sie ein erfahrener Hörer sind. Das übliche Testvokabular und die grafische Nutzeroberfläche sollte Ihnen bereits vertraut sein. Falls nicht, fragen Sie den Testkoordinator nach dieser wichtigen Information.

Die empfohlene Testprozedur ist in vier Schritte aufgeteilt: Identifikation der Anker, Erstellen einer vorläufigen Rangfolge, Looping, und Bewerten. Jeder Schritt ist im folgenden beschrieben. Sie können sich diese Seite ausdrucken, damit Sie sie während des Tests zu Rate ziehen können. Noch besser: Üben Sie die Prozedur im Voraus!

in cooperation with HydrogenAudio

  1. Identifikation der Anker

    Nach dem Beginn einer Testsitzung können Sie einen ersten Eindruck des zu erwartenden Audioqualitätsbereichs wie folgt erreichen: Starten Sie die Wiedergabe, wechseln Sie während der Wiedergabe zwischen den Stimuli und identifizieren Sie den unteren Anker. In unserem Fall klingt der untere Anker wie die durch ein Telefon wiedergegebene Referenz. Geben Sie dem unteren Anker die niedrigstmögliche Bewertung. Versuchen Sie danach, den mittleren Anker zu identifizieren. In unserem Fall klingt der mittlere Anker ähnlich wie die Referenz, aber hörbar verwischt, undifferenziert, gurgelnd oder in seinem Stereobild beeinträchtigt. Geben Sie dem mittleren Anker eine Bewertung im mittleren Bereich der Bewertungsskala basierend auf der allgemeinen Audioqualität im Vergleich zur Referenz.

    Suchen Sie nicht die versteckte Referenz mit dieser Prozedur! In den meisten Tests ist dies zu schwierig und führt zu Fehlern. Siehe die restlichen drei Schritte.

  2. Aufbau einer vorläufigen Rangfolge

    Führen Sie die Wiedergabe fort. Wechseln Sie nun alle paar Sekunden zwischen den restlichen Stimuli (der versteckten Referenz und den zu testenden Codecs) und versuchen Sie ein oder zwei zu finden, welche deutlich schlechter als die anderen klingen, d.h. mit Artefakten ähnlich wie die der Anker. Sie sollten dies oft genug tun, damit sie jede Passage einmal mit jedem Stimulus anhören können. Geben Sie dann den ein oder zwei schlechter klingenden Stimuli eine Bewertung zwischen der des mittleren Ankers und der höchstmöglichen Bewertung.

    Suchen Sie keinen schlecht klingenden Stimulus, wenn es keinen gibt! Klingen alle Stimuli fast gleich und ist keiner deutlich schlechter, gehen Sie zu Schritt 3.

  3. Looping durch das Stück

    Nun folgt die detaillierte Platzierung und Bewertung der Stimuli. Gehen Sie zum Anfang des Stückes und definieren Sie Wiedergabeschleifen (Loops) mit einer Dauer zwischen einer und vier Sekunden. Wenn Sie möchten, können Sie die loops am Rhythmus des Stückes ausrichten. Hören Sie einen Stimulus zweimal mit einer Schleife an. Wechseln Sie dann ohne Pause mit der gleichen Schleife zu einem anderen Stimulus und hören Sie diesen wieder zweimal an. Reduzieren Sie dann die Bewertung des schlechter klingenden Stimulus. Tun Sie dies für jedes mögliche Stimulus-Paar. Fahren Sie dann mit einer neuen Schleife fort.

    Trauen Sie nicht Ihrem ersten Eindruck oder nur einer Schleife! Führen Sie jeden Vergleich mindestens zweimal durch, und hören Sie das komplette Stück an.

  4. Bewertung der Stimuli

    Wenn Sie mit Ihren Loops das Ende des Stückes erreicht haben, sollten Sie jedem Stimulus eine Bewertung zugewiesen haben, welche sowohl absolut (im Vergleich zum unteren Anker und der Referenz) als auch relativ (im Vergleich zu allen anderen Stimuli) ist. Diese Bewertung sollte Ihren Eindruck der allgemeinen Audioqualität des gesamten Stimulus, d.h. eine Zusammenfassung der Qualitäten in den einzelnen Loops, widerspiegeln. Mindestens einer der Stimuli sollte die höchstmögliche Bewertung haben. Gibt es mehrere ausgezeichnet klingende Stimuli, aus denen Sie die versteckte Referenz nicht deutlich heraushören können, dürfen Sie raten und allen bis auf einem dieser Stimuli eine Bewertung direkt unterhalb der höchstmöglichen geben (hier 4,9).

    Drehen Sie nicht lauter, wenn Sie keinen Unterschied zwischen Stimuli hören können! Mehr Lautstärke hilft nur bei leisen Stücken, ansonsten ist es ermüdend.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben die Testsitzung beendet. Sie können direkt mit der nächsten Sitzung fortfahren, aber vergessen Sie nicht, Pausen zu machen zwischen den Sitzungen (inklusive Kopfhörer abnehmen), wenn Ihre Konzentration nachlässt oder sich Ihre Ohren dumpf anfühlen. Im Allgemeinen gilt: Je länger Sie für eine Sitzung gebraucht haben, desto länger sollten Sie Ihr Gehör nach der Sitzung ausruhen.